Nun sind 2 Jahre vergangen und …
Nun sind 2 Jahre vergangen und …

Nun sind 2 Jahre vergangen und …

es gab viele Herausforderungen zu bewältigen.

Es ist schon wieder so viel passiert und der Alltag bleibt spannend und abwechslungsreich.

Wir hatten den Traum von unserem kleinen Schwedenhäusel nie aufgegeben und es uns immer wieder vorgestellt.

Es sollte nicht zu teuer sein, alles sollte überschaubar bleiben, kein Perfektionismus sollte uns wieder unter Druck setzen, für Sophie kein Weg zu weit zur Schule und alles nah zu unseren Freunden, um füreinander da zu sein.

Im Mai letzten Jahres hat sich dann unser Traum verwirklicht und wir haben unser kleines Häusel in einem kleinen Ort mit 2000 Einwohnern gefunden.

Es tut gut, zu wissen, keine Miete mehr zu bezahlen oder zu hohe Kreditraten zu begleichen. Endlich sind wir freier im Tun und können wieder losgelöster von Verpflichtungen unser Leben noch mehr genießen.

Das Haus ist nicht perfekt, es gibt noch einige kleine Baustellen, Schönheitsflecken oder auch unvollständiges, aber genau das ist es was wir wollten.

Weg vom Perfektionismus, von dem Druck, es muss alles gleich fertig sein, schöner und besser als beim Nachbar nebenan. Hin zu mehr Lebensfreude, freies Denken und ein schönes Miteinander.

Und es ist unglaublich, wie toll sich das anfühlt, weil hier keinen interessiert was der andere hat und was er so macht.

Hier seht ihr unser kleines niedliches Häusel und es bereichert uns so sehr!

Wichtig ist, das man ein Dach über dem Kopf hat, glücklich ist und sich wohl fühlt – und das tun wir hier!

Leider musste Sophie auch durch den Umzug die Schule wechseln, doch es stellte sich im Nachhinein als Vorteil heraus.

In der alten Schule war zwar die Einrichtung perfekt und auf dem neuesten Stand der Technik (wie in dem vorherigen Artikel beschrieben), aber hier gab es auch einige Hürden zu nehmen.

In Sophies Klasse waren Kinder aus verschiedenen Ländern, welche das Schulsystem so nicht kannten und teilweise auch nicht verstehen wollten.

Hier gab es immer wieder Konflikte zwischen den Lehrern und auch bei den Kindern untereinander.

Sophie brauchte aber eine ruhige und sichere Umgebung, um dem Lehrstoff zu folgen.

Auf Grund ihrer Vorgeschichte als Adoptivkind und dann noch mit ADHS Diagnose, hat sie es nicht so leicht mit ihren Gefühlen und außergewöhnlichen Situationen umzugehen.

Deshalb sind einige Dinge in der Schule vorgefallen, die uns viel Kraft und Energie geraubt und dabei noch graue Haare wachsen lassen haben.;o)

Aber was wir damit sagen möchten, ist, dass wir trotz dieser Ereignisse immer tolle Hilfe und Unterstützung bekommen haben. Keiner hatte uns zu einer Therapie getrieben oder es wurden uns irgendwelche Ärzte empfohlen.

Wir erhielten viel Verständnis von den Lehrern und ganz viel Mitgefühl, dass wir so aus Deutschland nicht kannten.

Von der Schule wurde allen Eltern ein Kurs empfohlen, in diesem wurde darüber informiert, was Kinder fühlen und was sie in bestimmten Situationen wirklich brauchen.

An diesen hatten wir teilgenommen, um Sophie noch mehr in ihren Sorgen und Ängsten zu verstehen und für sie da zu sein.

Da es allen sehr daran gelegen war, Sophie auf ihrem Weg zu begleiten und Unterstützung zu geben, wurde uns eine Mitarbeiterin vom Socialdienst an die Seite gestellt. Sie besuchte uns dann öfters zu Hause und gab Sophie viele Tipps und Praktiken an die Hand, um sich sicherer zu fühlen und um in bestimmten Situationen sich selber regulieren zu können.

Sophie war froh über diese Hilfe und letztendlich ist die Therapeutin eine gute Freundin geworden.

Natürlich hätten wir gerne einige dieser Geschehnisse ungeschehen machen wollen, weil sie anstrengend und nervenaufreibend waren. Aber wir haben auch so viel dadurch gelernt, viele Kontakte geknüpft und nebenbei noch unsere Schwedischkenntnisse aufgebessert.

Alles in allem war für uns bereichernd und sollte so in unser Leben kommen.

Der Unterschied zu Deutschland ist hier in Schweden, dass alle gemeinsam eine Lösung für das Kind finden wollen und auch gemeinsam daran arbeiten.

Wir hatten jetzt vor kurzem auch mit der Direktorin, Klassenlehrerin, Vertrauenslehrerin und Sozialpädagogin einen gemeinsamen Termin in der Schule, um für Sophies Probleme Lösungen zu finden. Alle wollten nur das Beste und wir arbeiten gemeinsam als Team für das Wohl für Sophie.

Familie – Wo das Leben beginnt und die Liebe nie aufhört…

In unserem Alltag gibt es nie Langeweile und Stillstand.

Anke ist ihrer Intuition gefolgt und hat durch mehrere Weiterbildungen für ihr Coaching Business eine tolle Zeit erfahren und viele neue Kontakte geknüpft.

Die Erfahrungen und Ereignisse in unserem Alltag mit Sophie, haben ihr den Weg aufgezeigt, eine tolle Wegbegleiterin für Mütter mit besonderen Kindern zu sein. Und ein besseres und glücklicheres Familienleben zu kreieren.

(Für mehr Infos klick auf das Bild)

Mein Weg nahm auch eine besondere Richtung. Ich hatte dieses Jahr nicht mehr mit einer Anstellung bei der Kommune gerechnet, da es um einige Einsparungen ging und es nur zwei Saisonstellen geben würde.

Also habe ich mir überlegt, mich selbständig zu machen, um Geld zu verdienen. Ich gründete eine Firma für Haus- und Gartenservice.

(Für mehr Infos klick auf das Bild)

Nach kurzer Zeit, bekam ich dann vom Chef der Kommune ein Angebot für diese Saison. Ich habe ihn dann aber mitgeteilt, dass ich nicht zurückkommen werde, da ich jetzt eine eigene Firma habe. Ich bat ihn aber meine Dienstleistungen über meine Firma an.

Er kann die Dienstleistungen nicht beanspruchen, da ich mit meiner Firma nicht gelistet bin. Aber er hatte mir ein Angebot unterbreitet, dass ich eine Stundenanstellung bekomme und kann somit auch bei Aufträgen für meine Firma flexibel reagieren.

Es ist einfach unglaublich, was sich hier für uns alles verwirklicht hat. Du musst einfach nur loslassen können und deiner Intuition folgen, dann erfüllen sich auch deine Wünsche und Vorstellungen.

Anke hatte sich bei einem Schweizer Radiosender angemeldet, da sie nach Menschen suchten, die über ihre Auswanderung berichten wollen.

Hier könnt ihr zu zwei Themen eine interessante Unterhaltung anhören:

Wie feiert Schweden das Weihnachtsfest?

Anke wurde zu dem Radiosender „Kontrafunk“aus der Schweiz eingeladen und erzählt wie die Schweden und wir das Weihnachtsfest feiern.

(klick auf das Bild)

Wie geht es uns hier in Schweden und warum sind wir diesen Weg gegangen?

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